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Glutenunverträglichkeit in der Low Carb Diät

Glutenunverträglichkeit in der Low Carb Diät

 

Wer jahrelang unter einem unangenehmen Völlegefühl und aufgeblähtem Bauch gelitten hat, wird bis heute daran glauben, dass dies eine Laune der Natur ist. Dem ist nicht so. Und wer glaubt, dass es in den vergangenen Zeiten solche Launen nicht gegeben hat, der hat wiederum Recht.

Die Glutenunverträglichkeit zeigt in drastischer Art die Ergebnisse von gezüchteten Lebensmitteln. Für höhere Erträge und augenscheinlich verbesserten Rohstoffen hat sich insbesondere der Weizen zu einem für den Menschen heute unverträgliches Lebensmittel entwickelt.

Glutenhaltige Getreidearten:

  • Weizen
  • Roggen
  • Dinkel
  • Gerste
  • Grünkern
  • Emmer
  • Einkorn
  • Kamut
  • Hafer

Die Glutenunverträglichkeit - Vorerst nur ein Symptom

Bei der Glutenunverträglichkeit muss dringend von einer Zöliakie unterschieden werden. Während die Zöliakie meist schon im Kindesalter auftritt, erscheint die Glutenunverträglichkeit erst im Erwachsenenalter. Aufgrund des jahrelangen Konsums insbesondere von viel zu viel Weizenprodukten ist der Darm so angegriffen, dass die Symptome über das bisher unauffällige Völlegefühl darüber hinausgehen.

Beide Krankheitsbilder unterscheiden sich weiterhin darin, dass die Zöliakie fast immer mit charakteristischem Gewichtsverlust einhergeht. Dies ist bei der Glutenunverträglichkeit selten der Fall. Im Gegenteil, die Glutenunverträglichkeit hat Anzeichen eines aufgeblähten Bauches, mit dem die Betroffenen irgendwann bei der Gewichtsabnahme resignieren.

Wie der Weizen verändert wurde

Die Züchtung des Weizens hat bessere Ernten gebracht, doch gefährdet das einst natürliche Getreide heute die Gesundheit. Der Weizen, und auch andere glutenhaltige Getreidesorten selbst sind nicht das Risiko, die darin enthaltenen Proteine sind das eigentliche Problem.

Das Klebeeiweiß Gluten setzt sich aus verschiedenen Stoffen zusammen. Dabei handelt es sich auch um das Speicherprotein Gliadin. Das Klebeeiweiß sorgt dafür, dass Brot und Pizza schön fluffig werden. Im Grunde genommen passiert mit dem menschlichen Körper genau das Gleiche: Er geht auf.

Wenn Sie solche Veränderungen an sich bemerkt haben und eine Glutenunverträglichkeit vermuten, dann verzichten Sie einfach für mindestens 30 Tage auf jegliche Weizen- und Getreideprodukte. Der Darm benötigt diese Zeit, um sich von den Inhaltsstoffen zu lösen und sich wieder zu regenerieren. Bei einer Glutenunverträglichkeit ist ein Test dieser Art der einfachste Weg zur Diagnose.

Mit dieser Lebensmittelunverträglichkeit auf Weizen und andere Getreidesorten verfettet der Körper, der Darm wird geschädigt. Und noch viel schlimmer: Vor allem Diabetiker sind von einem rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels betroffen. Sie könnten in gleichem Maße Zucker essen. Mittlerweile gibt es Aussagen, die besagen, dass insbesondere Weizenmehl effektvoller den Organismus eines Diabetikers belastet als Zucker.

Wenn die Glutenunverträglichkeit nicht erkannt wird

Ärzte schicken betroffene Personen oft mit der Diagnose "Reizdarmsyndrom" nach Hause. Ganz falsch ist diese Betrachtung nicht, doch trifft sie den Nagel nicht auf den Kopf. Bei einer möglichen Glutenunverträglichkeit sollten Symptome gut beobachtet werden. Dazu gehören:

  • ein aufgeblähter Bauch
  • Magengrummeln
  • Durchfall nach dem Essen besonders bei Weizenprodukten
  • häufiges Hungergefühl und
  • Gewichtszunahme
  • Spannung auf der Haut

Der Glutenunverträglichkeit auf der Spur

Vergleichen Sie Ihren Körper bei einer Glutenunverträglichkeit mit dem im Weizen enthaltenen Gliadin. Es besitzt eine sehr hohe Dehnfestigkeit und ist nur wenig elastisch. Wenn sich Ihr Körper kompakt anfühlt, dann kann es mit dieser Charakteristik verglichen werden. Es gibt Betroffene, die das Gefühl hatten, dass sich die Haut ausdehnen würde.

Je nach Belastung benötigt der Körper also eine gewisse Zeit, um diese Stoffe abzubauen. Nach dem Verzicht auf Brot, Pasta und Kuchen reduziert sich das Körpervolumen, Bewegung und ausreichend Flüssigkeit wirken unterstützend.

Nach einigen Wochen erholt sich auch der Darm, etwaige Entzündungen gehen zurück. Vor allem stellt sich wieder ein normaler Stuhlgang ohne Durchfälle ein. Sobald sich der Darm wieder regeneriert, können Sie auch eine allgemeine Verbesserung des Gesundheitszustandes beobachten. Mit einem Glutenunverträglichkeit Test dieser Art können Sie sich unter Umständen die dauerhafte Einnahme von Medikamenten ersparen.

Ändern Sie heute Gewohnheiten beim Essen!

Wenn Sie endlich mit einem völlig neuen Lebensgefühl leben möchten, sollte es der Versuch wert sein, vor allem auf sämtliche Weizenprodukte, die aus dem weißen Auszugsmehl hergestellt werden, zu verzichten. Damit sich Ihr Körper von der Glutenunverträglichkeit erholt, sind in den ersten 30 Tagen keine Weizen- und Getreideprodukte erlaubt, die Gluten enthalten! Bei einem Blick auf fertige Lebensmittel werden Sie feststellen, wie viel Weizen Sie zusätzlich zum täglichen Brot zu sich nehmen.

Auch in der Kantine ist Vorsicht geboten! Es gibt Fleisch mit Soße? Diese ist fast immer mit Mehl angedickt. Kuchen, Plätzchen oder das Sandwich zwischendurch - verzichten Sie darauf. Sie werden schnell merken, dass Sie sich körperlich weitaus besser fühlen. Je nach Gewicht und Kondition geht auch das Volumen des Bauches relativ schnell zurück. Vorausgesetzt, Sie halten diese Auszeit durch. Denn sobald der Körper wieder Weizen und glutenhaltige Produkte verdauen muss, blähen sich Bauch, Beine, Gesicht wieder auf.

Der Markt reagiert auf die allgemeine Glutenunverträglichkeit

Die häufige Glutenunverträglichkeit und ihre Symptome haben dazu geführt, dass der Markt neue Produkte anbietet. So tauchen Pasta und Brote ohne Gluten auf. Diese Ausweichvarianten sind eventuell mögliche Wege der Glutenunverträglichkeit ein Schnippchen zu schlagen. Letztendlich wird sie am Zustand der ursprünglichen Symptome wenig korrigieren.

Bevor Sie jemals zu glutenfreien Produkten greifen, müssen Sie für eine Heilung des Darms sorgen. Und diese kann nur erfolgen, wenn Sie auf jegliches Weizenmehl und andere glutenhaltige Prodkute verzichten. Im Einzelfall kann es bei einem dauerhaften Verzicht sogar auf eine enorme Verbesserung von Atemwegsbeschwerden, Gichtanfällen oder dem unbeliebten Candidapilz kommen.

Diese Krankheitserscheinungen tauchen in der Regel nicht vor dem 30. Lebensjahr auf. Mit steigendem Alter ab 40 tauchen plötzlich diverse Symptome auf, die bisher als normale Verschleißreaktionen galten. Doch wenn der Verzicht auf alle Produkte mit Gluten eine merkliche Verbesserung des Gesundheitszustandes einhergeht - ist es das nicht wert? In diesem Zusammenhang müssen Sie natürlich nicht nur auf Weizenmehl, sondern auf alle glutenhaltigen Produkte verzichten.

Dazu gehören bis in die letzte Konsequenz sogar Bier und Vollkornbrot. Inwieweit Sie von einer Glutenunverträglichkeit betroffen sind, können Sie nur selbst herausfinden. Da sich hier eine Allergie handelt, die im Laufe der Zeit unterschiedliche Krankheitssymptome hervorruft, sollten Sie in jedem Falle den Dingen auf den Grund gehen. Sobald die Glutenunverträglichkeit und ihre Anzeichen zurückgehen, verbessert sich Ihr Wohlbefinden und Sie werden sich gern auf eine Low Carb Ernährungsweise einlassen.


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gluten
http://www.mueller-burzler.de/cms-artikel/die-sieben-saeulen-einer-gesunden-ernaehrung/
http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/erkrankungen/3-zoeliakie-wenn-gluten-den-koerper-quaelt-615793.html

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