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Zucker – wie schlechte Kohlenhydrate unseren Körper ausrauben - Teil 1

Zucker – wie schlechte Kohlenhydrate unseren Körper ausrauben

 

Wenn allgemein von Zucker die Rede ist, taucht im Kopf ein Bild von feinen weißen Zuckerkristallen oder kleinen Würfeln auf. Zucker kennt jeder und schon Kindergartenkinder können beschreiben, wie er aussieht und schmeckt, denn in den meisten Küchen und Einrichtungen findet man ausschließlich weißen raffinierten Haushaltszucker. Und mit dieser Vorstellung wachsen wir auf und empfinden den ständigen Gebrauch von Zucker als normal und selbstverständlich.

 

Zucker ist zudem in vielen Produkten enthalten, wo wir ihn gar nicht auf den ersten Blick vermuten. Wir nehmen also täglich mehr Zucker zu uns, als wir direkt wahrnehmen und unser Körper eigentlich verträgt.

Was ist Zucker und woraus besteht er?

Zucker ist im Grunde nur noch ein isolierter Stoff, mit einem natürlichen Lebensmittel hat dieser nichts mehr zu tun. Der handelsübliche weiße Haushaltszucker besteht hauptsächlich aus Saccharose. Saccharose ist ein Zweifachzucker, d.h. es sind immer zwei Teilchen miteinander verbunden. Wenn wir Zucker essen, baut unser Körper die zusammenhängenden Teilchen zu einzelnen ab, bis hin zur Glukose (Traubenzucker). Wertvolle Substanzen wie Vitamine oder Mineralstoffe enthält weißer Zucker nicht mehr, weshalb man ihn auch als leeren Kalorienlieferanten bezeichnen kann.

Wie wird Zucker hergestellt?

Einfach gesagt, wird aus Pflanzen mit einem hohen Zuckergehalt, dazu zählen die Zuckerrübe und das Zuckerrohr, der Zucker extrahiert und verbrauchsfähig hergestellt. Wenn es doch wirklich nur so einfach wäre. Zucker zu produzieren ist eine große industrielle Angelegenheit mit vielen Prozessen. Von einem natürlichen Lebensmittel ist das Endprodukt demnach weit entfernt.

Verarbeitung von Zuckerrüben

Verarbeitung von Zuckerrüben

Zuckerrüben werden nach der Ernte gewaschen und zerkleinert. Im heißen Wasser wird der Rohsaft ausgelaugt und die Saccharose fast vollständig herausgelöst. Es ist nun ein schwarz-blauer Rohsaft entstanden, der noch organische und anorganische Stoffe enthält. Diese werden vor der Kristallisation durch Einrühren von Kalkmilch entfernt. In Filterpressen wird der Kalk vom Dünnsaft getrennt. Der nun klare Dünnsaft wird in mehreren Prozessen in der Verdampfstation eingedickt. Durch mehrmaliges Kristallisieren wird aus dem Dicksaft Zucker gewonnen und dieser anschließend raffiniert.

Verarbeitung von Zuckerrohr

Verarbeitung von Zuckerrohr

In Zuckerrohrmühlen wird der Saft des geernteten Zuckerrohrs herausgepresst. Der gewonnene Saft wird in Absetzer geleitet und durch Schwerkraft werden die Schwebstoffe aus dem Saft entfernt. Nach der Saftreinigung verläuft die Zuckerherstellung im Wesentlich gleich wie bei der Herstellung von Rübenzucker.

Welche Auswirkungen hat der Verzehr von Zucker im Körper?

Zucker zählt neben weißen Auszugsmehlen zu den schlechtesten Kohlenhydraten, denn der Verzehr dieser Nahrungsmittel bedeutet für den Körper immer ein Defizit. Mit der aufgenommenen Mahlzeit bekommt der Organismus keine wichtigen Vital- oder Mineralstoffe zugeführt, sondern muss seine Reserven anzapfen, um die verzehrte Speise zu verarbeiten.

Essen wir beispielsweise ein Stück Kuchen oder trinken ein großes Glas Limonade, muss der Körper die ankommende Zuckerflut bewältigen und verarbeiten. Für diese Prozesse werden Vitamine gebraucht. Sind diese nicht in der aufgenommenen Nahrung enthalten, zieht sich der Körper die benötigen Vitamine aus den eigenen Zellen. Zucker verbraucht also Vitalstoffe, ohne sie zu liefern, er raubt unserem Körper wichtige Stoffe, die eigentlich für andere Aufgaben notwendig wären.

Beim Verzehr von Obst, welches Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker) enthält, ist es anders. Denn diese frischen Nahrungsmittel enthalten alles, was der Körper benötigt, um den mitgelieferten natürlichen Zucker zu verarbeiten. Der Körper profitiert von einem Vitalstoffüberschuss und muss nicht an seine eigenen Reserven gehen.

Welche Aufgabe hat Zucker im Blut?

Unser Körper baut Kohlenhydrate zu Glukose um und nutzt es als Treibstoff in unserem Blut. Es muss immer genügend vorhanden sein, damit unser Organismus einwandfrei funktionieren kann. Ist der Blutzuckerpegel zu niedrig, kommt es zum Leistungsabfall und zu Konzentrationsschwäche.

Beim Verzehr von Kohlenhydraten steigt der Blutzuckerspiegel an, denn die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus. Das Hormon sorgt dafür, dass der mit der Mahlzeit ins Blut gelangte Zucker bis zur Wiederverwendung in beispielsweise Muskelzellen zwischengelagert wird.

Der Blutzuckerspiegel erreicht etwa 30 Minuten nach einer Mahlzeit sein Maximum. Danach sinkt er wieder auf seinen ursprünglichen Wert. Benötigt unser Körper Energie, beispielsweise weil wir uns bewegen, wird der zwischengelagerte Zucker wieder verbraucht. Die Bauchspeicheldrüse schüttet nun das Hormon Glukagon aus, um die Zuckerdepots zu leeren und dem Blut zuzuführen. So bleiben wir trotz Anstrengung leistungsfähig, ohne ständig etwas zwischendurch zu essen.

Kann Zucker dick machen?

Kann Zucker dick machen

Wie schnell der Blutzuckerspiegel steigt und sinkt, hängt unter anderem auch von dem ab, was wir gegessen haben. Empfehlenswert ist ein moderater Anstieg und Abfall, somit kommt es nicht zu Heißhungerattacken. Bei Menschen, die ständig am Essen von schlechten Kohlenhydraten sind, fährt der Blutzuckerspiegel regelrecht "Achterbahn". Denn der Blutzucker fällt nach dem erreichten Maximum zu schnell ab und der vorhandene Zucker kann nicht komplett aufgebraucht werden.

Der Überschuss wird in dafür vorgesehene Zwischenlager in Leber und Muskeln transportiert, sind diese "voll", wird der übrige Zucker vom Körper in Fett umgebaut und abgelagert, je nach Veranlagung in Oberschenkel, Hüfte oder Bauch. Der Körper ist seit je her so programmiert und meint es gut, er schafft Reserven für schlechte Zeiten, die in der heutigen Gesellschaft jedoch so gut wie gar nicht auftreten.

Macht Zucker krank?

Enthält unser Essen zum größten Teil Kohlenhydrate aus Zucker und Auszugsmehlen, ist die Bauchspeicheldrüse gezwungen, große Mengen Hormone auszuschütten. Die Bauchspeicheldrüse arbeitet auf Hochtouren, geschieht das über einen langen Zeitraum, quittiert sie irgendwann ihren Dienst. Das ist individuell von Mensch zu Mensch verschieden. Eine der bekanntesten Folgen einer funktionsunfähigen Bauchspeicheldrüse ist die Krankheit Diabetes Typ II. Die Bauchspeicheldrüse schüttet nur noch wenig bis gar kein Insulin mehr aus oder aber die Zellen reagieren nicht mehr auf das Hormon und sind unempfindlich für den Stoff Insulin.

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass Zucker, Auszugsmehle und Fleisch Säuren im Körper entstehen lassen. Damit unser Blut nicht sauer wird, das wäre tödlich, muss der Körper Säuren unschädlich machen. Dafür werden Mineralien benötigt, die in zuckerlastigen Lebensmitteln nicht vorhanden sind. Der Körper nimmt sie demnach aus den eigenen Zellen, wie beispielsweise aus den Knorpeln, Knochen, dem Bindegewebe oder aus den Blutgefäßen.

Ist die Neutralisierung nicht zu schaffen, lagert der Körper diese Stoffe im Bindegewebe und in den Gelenken ein. Mögliche Folgen einer Übersäuerung sind:

  • Cellulite
  • Rheuma
  • Gicht
  • Arthrose
  • Schlaganfall
  • Herzinfakt

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