Low Carb Mehl - Die Alternativen zu Weißmehl und Co.

Low Carb Mehl - Die Alternativen zu Weißmehl und Co.

 

Seit mehreren Tausend Jahren baut der Mensch Getreide an. Die Verwendung der Getreidekörner hat im Laufe der Zeit eine große Entwicklung mitgemacht. Angefangen bei selbstgemahlenen körnigen Breien und nahrhaften Fladen bis hin zur modernen Zeit mit schneeweißen nährstofflosen Auszugsmehlen.

Gesunde Alternativen zu Weißmehl und Co., mit denen Sie Ihr Low Carb Brot backen und tolle Low Carb Rezepte kochen können, stellen wir Ihnen jetzt vor.

Weißmehl adieu - zurück zum vollen Korn

Das weiße, sehr rein wirkende Auszugsmehl enthält keinerlei wertvolle Vitalstoffe mehr. Es handelt sich hierbei quasi um totes Material. Weißmehl und ähnliche andere Auszugsmehlsorten sind deshalb in der Low Carb Ernährungsweise völlig fehl am Platz. Diese Mehle liefern Kohlenhydrate in hoher Konzentration und weiter nichts. Glücklicherweise gibt es gesündere Alternativen.

Denn auch der Getreideindustrie ist der Ernährungswandel nicht entgangen. Der Trend kommt aus zwei Richtungen: Zum einen ernähren sich immer mehr Menschen bewusst mit wenig Kohlenhydraten, zum anderen dringen immer tiefer gehende Informationen über das Weizenmehl an die Öffentlichkeit. Ähnlich wie Zucker ist das herkömmliche weiße Mehl alles andere als gesund! Mitlerweile belegen zahlreiche Studuien einen Zusammenhang zwischen der einseitigen dauerhaften Ernährung mit Weißmehl und Arteriosklerose, Diabetes, Rheuma und auch Herzkrankheiten.

Mit dem steigenden Bedarf einer Low Carb Diät Linie kommen auch immer verschiedenere Mehlsorten stärker auf den Markt. Dem Weißmehl sind diverse unangenehme Begleiterscheinungen zu verdanken, darunter zählt ein bisher noch verstecktes Suchtverhalten in Kombination mit der Gewichtszunahme.

Low Carb Mehl im Supermarkt

Noch vor einiger Zeit war es hier in Deutschland so gut wie aussichtslos ein Low Carb Mehl zu kaufen. Heute bieten bereits mehrere Hersteller gute Produkte an. Es gibt reine vollwertigere Mehlsorten aus anderen Getreidekörnern als Weizen, wie z. B. Dinkel und sogenannte Low Carb Mehle, die zum großen Anteil aus einer Eiweiß Mischung und weiteren Zutaten bestehen. Dazu gehört Kokosmehl, Erbsenproteine, Molkenprotein und auch Flohsamenschalen.

Dennoch können diese Mehle Weizenfasern und somit auch das für viele Menschen unverträgliche Gluten oder Spuren von Erdnüssen enthalten. Allergiker sollten also auch bei dem Begriff Eiweißbrot immer auf die einzelnen Zutaten achten.

Mehl - Getreidefeld

Vollkornmehl - Das Beste aus dem ganzen Korn

Das Vollkorn enthält, wie der Name es schon sagt, das vollständige Korn mit seinen wertvollen Ballaststoffen, Vitaminen, gesunden Fetten, Mineralstoffen und Randschichten. Insbesondere die Anteile des natürlichen Öles hat eine gesundheitsfördernde Wirkung mit seinem hohen Gehalt an essenziellen Fettsäuren.

Vollkornmehl sättigt besser und länger als Auszugsmehl. Aufgrund der Öle im Mehl ist es nicht ganz so lange haltbar. Das war damals der eigentliche Grund, warum man industriell anfing, den Keimling vom Mehlkörner zu eliminieren - die Haltbarkeit. Vollkornmehle sollten deshalb zügiger aufgebraucht, um zu verhindern, dass sie ranzig werden und eine unangenehme Geschmacksnote bekommen. Für unseren Körper ist Vollkornmehl auf jeden Fall die bessere Wahl.

Vollkornmehl kann in geringen Mengen in der Low Carb Diät gegessen werden. Viele Vollkornmehle enthalten Gluten. Je nachdem, wie sensibel der Körper auf Gluten reagiert, können Sie geringe Mengen des durchaus schmackhaften Vollkornbrotes oder andere Gerichte mit Vollkorn durchaus auch in einer kohlenhydratarmen Diät genießen.

Dinkelmehl - Das Gute aus dem Dinkel

Dinkel - Dinkelmehl

Dinkelmehl gehört zu den weitaus gesünderen Mehlsorten aufgrund eines hohen Gehalts an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium, Eisen und Phosphor. Dinkel war lange Zeit verpönt und gehört heute zu den wieder entdeckten Mehlsorten in der gesunden und vollwertigen Ernährungsweise. Dinkel hat nicht die gleichen Eigenschaften wie Weizen, sein Klebegehalt ist höher, doch die Backfähigkeit geringer.

Probieren Sie es aus, einen Kuchen mit Dinkelmehl 1050 (Halbvollkornmehl) zu backen. Bei einigen Rezepten ist das Endprodukt ein wenig flacher als mit Weißmehl. Dann sollte man beim nächsten Mal 10 % mehr Mehl hineingeben. Dinkelmehl eignet sich auch hervorragend zum Kochen. Nudeln aus Dinkelmehl, Aufläufe und Gemüsetarts werden einfach köstlich.

Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit müssen wissen, dass Dinkel auch Gluten enthält. Einige Betroffene jedoch vertragen Dinkel in geringen Mengen sehr gut.

Roggenmehl - Das gute alte

Unter den zahlreichen Mehlsorten gehört Roggenmehl zu einem der beliebtesten in der gesundheitsbewussten Ernährung. Es sättigt weitaus besser als Weizenmehl, enthält jede Menge Ballaststoffe und die wichtigen essenziellen Aminosäuren. Zudem regt Roggenmehl die Verdauung an.

Aber auch Roggenmehl enthält Gluten. Dennoch wirkt es anders als das Klebeeiweiß im Weizen. So bildet Roggeneiweiß keinen Kleber aus und ist weniger fluffig. Daraus entsteht die angenehme Festigkeit des Roggenbrotes, denn das Wasser wird besser gebunden und somit trocknet es nicht so leicht aus wie andere Brotsorten.

Nicht zuletzt ist es aufgrund des aromatischen Geschmacks bei Roggenbrot oder Pumpernickel sehr beliebt.

Ich habe kein Problem mit Gluten - denken viele...

Da wir immer wieder von einer Glutenunverträglichkeit sprechen, muss an dieser Stelle gesagt sein: Auch wenn Sie glauben, dass Sie nicht an einer Unverträglichkeit des Klebeeiweißes leiden, wird der regelmäßige Konsum von weißem Mehl dennoch Ihre Darmwände schädigen. Es ist kein Geheimnis, dass ein geschädigter Darm die Ursache für viele Krankheiten ist.

Machen Sie den Test. Den Unterschied zum besseren Wohlbefinden werden Sie jedoch erst dann bemerken können, wenn Sie für wenigstens 30 Tage auf jegliche Weizenprodukte verzichten.

Buchweizenmehl - Ein energiegeladenes Pseudogetreide

Buchweizen schmeckt zwar wie ein Getreide, ist aber eigentlich keinses. Es ist eine gute Wahl, wenn man den Konsum von üblichen Getreidearten einschränken möchte. Buchweizen enthält kein Gluten und ist reich an hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen. Alle acht essentiellen Aminosäuren sind in diesen Körnchen enthalten und decken damit unseren notwendigen Eiweissbedarf gut ab.

In der Schule oder im Büro ist ein Lunchpaket, das Buchweizen enthält, eine gute Wahl, denn Buchweizen kann die Hirnaktivität steigern und hilft die geistigen Fähigkeiten zu verbessern. Doch nicht nur unserem Gehirn tut Buchweizen gut, er soll auch den Blutzuckerspiegel senken, die Leber schützen und den Cholesterinspiegel regulieren. Ein richtiges Power-Körnchen.

Aus Buchweizenmehl kann man beispielsweise dunkle Pfannkuchen, Waffeln und Kuchen backen, Bratlinge zubereiten oder aus geschroteten Körnern auch leckere Buchweizengrütze herstellen.

Mandelmehl - Die Mandel, mehr als nur eine Nuss

Mandel - Mandelmehl

Mandelmehl wird bei vielen Menschen mit einer gesunden Low Carb Ernährungsweise immer beliebter. Zu Recht, denn in diesem Mehl stecken exzellente Inhaltsstoffe und eine sehr einfache Handhabung für Kuchen und Brot. Es enthält bei ca. 100 g nur 4 - 7 Gramm Kohlenhydrate!

Mehl aus Mandeln kann heute bereits als eines der besten Low Carb Mehle unter den Alternativen für Weizen angesehen werden. Mit der richtigen Mischung gelingt selbst ein leckerer Pizzateig mit dem Mandelmehl. Es hat einen leicht nussigen Geschmack, der sich nicht in den Vordergrund drängt. Ein weiterer Vorteil: Es enthält nur sehr geringe Mengen Kohlenhydrate und darüber hinaus auch kein Gluten - somit die perfekte Wahl für viele Allergiker.

Kokosmehl - Das Beste aus der Kokosnuss

Auch Kokosmehl gehört zu den Alternativen und kann, wie das Mandelmehl, gern als Low Carb Mehl gesehen werden. Hierbei haben Sie den Vorteil, dass Sie dieses auf einfachste Weise selbst herstellen können und somit unabhängig von teuren Online Shopping Touren sind. Darüber hinaus eignet sich Kokosmehl hervorragend, um es mit anderen Mehlsorten zu mischen.

Im Mixer werden Kokosraspeln so lange zerkleinert, bis daraus ein feines Mehl entstanden ist, das sich im Kühlschrank gut aufbewahren lässt. Auch im Kokosmehl befinden sich wertvolle Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe, die beisielsweise einen guten Ausgleich zum fehlenden Brot darstellen.

Amaranthmehl - Amaranth auf Erfolgskurs

Amaranth - Amaranthmehl

Eine der ältesten Nutzpflanzen ist Amaranth. Bei Ausgrabungen in Mexiko wurden in beinahe 9000 Jahre alten Gräbern Samen dieser historischen Pflanze gefunden. Einst gehörte sie zum Hauptnahrungsmittel der Inka und Azteken. Nun wurde sie aufgrund ihrer Vorzüge wieder entdeckt. Genau genommen gehört Amaranth nicht zum Getreide, dennoch wird es heute als wertvoller Ersatz verwendet.

Die Samen, die zur Herstellung des "falschen Getreides" genutzt werden, haben einen hohen Eisen- und Eiweißgehalt. Darüber hinaus ist Amaranth glutenfrei. Schon deshalb eignet es sich hervorragend als Low Carb Mehl. Industrieweit wird Amaranth bereits in vielen Produkten verwendet, so zum Beispiel bei Brot, Kindernahrung, selbst in Wurstwaren oder Snacks.

Tapiokamehl - Auf dem Weg in unsere Küchen

Tapiokamehl wird aus der Wurzelknolle des Manioks gewonnen. Es ist geschmacksneutral und eignet sich sehr gut als Bindemittel bei Soßen oder Süßspeisen. Klare Suppen oder Flüssigkeiten werden nicht milchig und bleiben klar. Auch beim Backen ist Tapiokamehl hilfreich, denn es lockert den Teig auf. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Tapiokamehl glutenfrei ist.

In Supermärkten sind manchmal die kleinen Tapiokakügelchen zu finden, die einfach in Wasser angerührt werden. Bekannt geworden sind die Tapiokakügelchen bei der Herstellung des Bubble Tea.

Schmackhaft und gesund - Die neuen Mehlsorten

Neben den genannten Mehlsorten können wir noch Kochbananenmehl, Reismehl, Walnussmehl, Buchweizenmehl oder Maismehl empfehlen. Alle diese Sorten gehören zu den modernen Alternativen einer gesunden Ernährungsweise. Auch wenn hier höhere Preise zu Buche schlagen, lohnt sich die Anschaffung wertvoller Bio-Produkte für einen gesunden Körper und eine gute Lebensqualität.

Nährwertangaben der Mehle

Nährwertangaben der Mehle

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Quellen:
http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/lexikon/backen/mehlsorten.htm
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/amaranth.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Tapioka

 

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